Institut für Fort-und Weiterbildung

 

T20012

Stresstest Corona: Wie geht verantwortliches Handeln in der Krise?

Moraltheologische Perspektiven

Die Corona-Pandemie stellt vor ethische und politische Abwägungen und Entscheidungen, die lange so nicht zu fällen waren.

Es geht um Leben und Tod. Angesichts dramatischer Bilder aus anderen Ländern wurde zunächst alles dem Erhalt des physischen Lebens untergeordnet. Das führte zu beklemmenden Szenen einsamen Sterbens von Menschen, deren Angehörige nicht bei ihnen sein durften. Ist das physische Leben der Güter höchstes?

Gibt es nicht vielmehr andere Güter, die ebenfalls fundamentale Bedeutung haben? Freiheitsrechte wurden eingeschränkt, Wohlstands- und Bildungschancen der jungen Generation beeinträchtigt. Viele Bürgerinnen und Bürger sehen das mittlerweile als problematisch an. Wie kommt man hier zu verantwortlichen Entscheidungen?

Und dann ist da noch die globale Dimension. Der Einbruch von Wirtschaft und Konsum, Abschottung und Stärkung des Gesundheitssystems der reichen Länder betreffen auch massiv die Lebenssituation in armen Ländern. Ist das gerecht?

Woran können wir uns orientieren und welcher Blick auf diese Situation ergibt sich von einem theologisch-ethischen Standpunkt?

Diese Themen werden im Seminar diskutiert. Gesprächspartner ist Prof. Dr. Dr. Jochen Sautermeister, Moraltheologe an der Universität Bonn.

Zielgruppe:
Hauptamtliche Pastorale Mitarbeiter/-innen, Dekanatsreferent/-innen
Referent/-in:
Prof. Dr.Dr. Jochen Sautermeister, Lehrstuhl für Moraltheologie und Moralpsychologie , München
Leitung:
Prof. Dr. Thomas Fliethmann
Zeit und Ort:

05.10.2020, 09.00 Uhr - 05.10.2020, 12.00 Uhr
Ort: Videokonferenz

Kosten:
kostenfrei
Information:
Referat Theologie