Institut für Fort-und Weiterbildung

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Denken hilft!

Theologisches Seminar Region VIb

Oder macht zu viel Denken die Sache nicht fürchterlich kompliziert?

Aus dem Mittelalter kommt das Schlagwort von der fides quaerens intellectum, vom Glauben, der sein Verstehen sucht. Und die Neuzeit wurde sich bewusst, dass das Denken dem Menschen zur Selbstbestimmung verhilft – oft gegen die Religion, die als Bremse wahrgenommen wurde. Heute wird mehr und mehr deutlich, dass Denken nicht zu unerschütterlichen Gewissheiten führt, sondern ein Instrument ist, den jeweils nächsten Schritt auf dem Weg eines sinnvollen, nach Orientierung suchenden Lebens zu gehen.

Wie können wir gut mit Veränderungen umgehen? Wie gestalten wir unser Leben, wenn Sicherungssysteme brüchig werden? Wodurch erfahre ich mein Leben als sinnvoll? In diesen Fragen orientiert der Glaube, aber auch Denken kann helfen.

Zum Auftakt am Sonntagabend wird Prof. Dr. Thomas Fliethmann in einem Eröffnungsvortrag ins Thema führen. Kopf ab zum Gebet, wie Kurt Tucholsky spottete, ist keine Lösung. Glauben und denken sind verbunden und der gesunde Menschenverstand sollte ständig lebendig sein. Am Montag wird Dr. Wolfgang Steffel zu einem Dreischritt einladen, der von der Selbsterkenntnis und anderen Selbstverhältnissen wie Selbstwahrnehmung oder Selbstbewusstsein über die wunderbare Vielfalt und Buntheit des Denkens im Glauben bis hin zu der Frage führt, wie wir überhaupt Muße fürs Denken in Hektik und Routine des Alltags finden können.

 

Anmeldung bitte über Das Dekanat Ehingen-Ulm dekanat.eu@drs.de

Zielgruppe:
Hauptamtliche Pastorale Mitarbeiter/-innen
Referent/-in:
Prof. Dr. Thomas Fliethmann, Institut für Fort- und Weiterbildung, Rottenburg
Zeit und Ort:

13.11.2022, 18.00 Uhr - 14.11.2022, 17.00 Uhr
Ort: Kloster Brandenburg, Am Schlossberg 3, 89165 Dietenheim-Regglisweiler

Kosten:
kostenfrei
Information:
Referat Theologie