Katholisch: global – lokal. Liturgie gestalten und feiern im Spannungsbogen von lebensweltlicher Einbindung und weltweiter Vernetzung
Anmeldeschluss: 03.04.2026
Prof. Dr. Stephan Winter, Professor für Liturgiewissenschaft, Tübingen
| = | Teilnahmegebühr: | 0 € Die Teilnahmegebühr ergibt sich aus der Anrechnung eines diözesanen Zuschusses auf Kursgebühr und Übernachtung sowie Verpflegung. Pastorales Personal könnte Förderantrag stellen. |
Pastorales Personal aller Berufsgruppen (Priester, Diakone, PR, GR)
Modul 1: Einführung in die neue Handreichung zu den Eigenfeiern der Diözese Rottenburg-Stuttgart
Bei jeder Liturgie stehen diejenigen, die mitfeiern, in vielfältigen Beziehungen: untereinander, in die verschiedenen Lebenswelten hinein, zu allem Lebendigen – und dabei vor allem zu den Gliedern der Schöpfung, die leiden und marginalisiert sind. Konkrete Gottesdienstgemeinschaft weiß sich dabei zudem eingebunden in die gesamte Kirche: in die auf Erden und in die Kirche des Himmels. Viele Bezüge spielen jeweils eine Rolle, wenngleich nicht immer alle in derselben Ausdrücklichkeit und Intensität.
Kurz: Katholisch – umfassend offen und mit einem Blick für das Ganze – Liturgie zu feiern, steht letztlich immer in einer Spannung von Globalität und Lokalität. In unserer Tradition bildet sich das in der offiziellen Liturgie auch dadurch ab, dass es Rahmensetzungen für verschiedene Ebenen gibt, die es aber wiederum je neu auszufüllen gilt.
Vor Kurzem ist ein Ergänzungsband (Lektionar) für die Eigenfeiern der Diözese erschienen. Das ist der Anlass, sich in diesem Fortbildungszyklus damit auseinanderzusetzen und darüber auszutauschen, wie sich in der Pastoral bei der Vorbereitung und Gestaltung von Liturgien genau hinschauen und „hinspüren“ lässt, aus welcher Motivation heraus „katholisch“ gefeiert werden soll: mal vielleicht eher global, mal lokal orientiert; mal stärker anhand ganz konkreter, aktueller Bedürfnisse, mal eher mit weiteren oder gar ganz weiten Horizonten, in die uns die biblische Botschaft (auch) hineinstellt. Und vielleicht besteht die Kunst ja genau darin, anhand des uns besonders Nahen das „große Ganze“ einzuspielen und tröstlich wirken zu lassen.
Im Modul 1 der Fortbildung werden Pfarrer Dr. Hans-Michael Schneider, Dozent für Liturgik am Priesterseminar Rottenburg, sowie Prof. Dr. Stephan Winter aus Tübingen referieren:
Selige und Heilige sind in unserer Tradition Menschen, die in ihren Lebenszusammenhängen den biblisch bezeugten Glauben in besonderer Weise gelebt haben, und die die Kirche deshalb auch in ihrem Gottesdienst ausdrücklich würdigt. Für unsere Diözese ist vor Kurzem eine ergänzte und erweiterte Ausgabe der „Eigenfeiern“ erschienen, die für die unterschiedlichen Hochfeste/Feste und Gedenktage die biblischen Lesungstexte zusammenstellt. Pfarrer. Dr. Schneider wird in diese Handreichung einführen – als einer derjenigen, die an ihrer Entstehung maßgeblich beteiligt waren. An ausgewählten Beispielen soll gemeinsam erarbeitet werden, wie sich vor Ort ein Seligen-/Heiligengedenken gestalten lässt, das Menschen in ihrer Lebenswelt tatsächlich „trifft“.
Es handelt sich um das erste Modul (digital) des ersten dreiteiligen Fortbildungszyklus’ für pastorales Personal im Jahr 2026.
Bitte melden Sie sich für die weiteren Module separat an!
Die entsprechenden Termine (für Modul 2 im Tagungshaus Kloster Heiligkreuztal und für Modul 3 als Videokonferenz) finden Sie hier: Modul 2: 26021, Modul 3: 26022
Die Module hängen inhaltlich zusammen, können aber auch einzeln besucht werden.
Weitere Infos finden Sie im Flyer