05.05.2026

Katholisch: global – lokal. Liturgie gestalten und feiern im Spannungsbogen von lebensweltlicher Einbindung und weltweiter Vernetzung

05.05.2026 19:00 Uhr - 05.05.2026 21:00 Uhr

Anmeldeschluss: 01.05.2026

Online per Videokonferenz
26022
Referent/-in:
Tobias Albers, Bischöfliches Ordinariat – Fachbereich Liturgie, Rottenburg;
Prof. Dr. Stephan Winter, Professor für Liturgiewissenschaft, Tübingen;
Thomas Jürgasch, Lehrstuhl für Alte Kirchengeschichte und Patrologie, Universität Tübingen
Veranstaltungsort:
Online per Videokonferenz

Teilnahmegebühr:
= Teilnahmegebühr: 0 € Die Teilnahmegebühr ergibt sich aus der Anrechnung eines diözesanen Zuschusses auf Kursgebühr und Übernachtung sowie Verpflegung. Pastorales Personal könnte Förderantrag stellen.
Zielgruppe:

Pastorales Personal aller Berufsgruppen (Priester, Diakone, PR, GR)

Leitung:
Stefan Bamesberger, Referent für Liturgie und für liturgische Fort- und Weiterbildung, Diözese Rottenburg-Stuttgart
Modul 3: Von alten Glaubensbekenntnissen und Reliquien – Berührungsmöglichkeiten mit der Geschichte des Glaubens, mitten im Heute

Bei jeder Liturgie stehen diejenigen, die mitfeiern, in vielfältigen Beziehungen: untereinander, in die verschiedenen Lebenswelten hinein, zu allem Lebendigen – und dabei vor allem zu den Gliedern der Schöpfung, die leiden und marginalisiert sind. Konkrete Gottesdienstgemeinschaft weiß sich dabei zudem eingebunden in die gesamte Kirche: in die auf Erden und in die Kirche des Himmels. Viele Bezüge spielen jeweils eine Rolle, wenngleich nicht immer alle in derselben Ausdrücklichkeit und Intensität.

Kurz: Katholisch – umfassend offen und mit einem Blick für das Ganze – Liturgie zu feiern, steht letztlich immer in einer Spannung von Globalität und Lokalität. In unserer Tradition bildet sich das in der offiziellen Liturgie auch dadurch ab, dass es Rahmensetzungen für verschiedene Ebenen gibt, die es aber wiederum je neu auszufüllen gilt.

Vor Kurzem ist ein Ergänzungsband (Lektionar) für die Eigenfeiern der Diözese erschienen. Das ist der Anlass, sich in diesem Fortbildungszyklus damit auseinanderzusetzen und darüber auszutauschen, wie sich in der Pastoral bei der Vorbereitung und Gestaltung von Liturgien genau hinschauen und „hinspüren“ lässt, aus welcher Motivation heraus „katholisch“ gefeiert werden soll: mal vielleicht eher global, mal lokal orientiert; mal stärker anhand ganz konkreter, aktueller Bedürfnisse, mal eher mit weiteren oder gar ganz weiten Horizonten, in die uns die biblische Botschaft (auch) hineinstellt. Und vielleicht besteht die Kunst ja genau darin, anhand des uns besonders Nahen das „große Ganze“ einzuspielen und tröstlich wirken zu lassen.

 

Im Modul 3 der Fortbildung werden Tobias Albers vom Bischöflichen Ordinariat Rottenburg sowie Prof. Dr. Thomas Jürgasch aus Tübingen referieren:

2025 hat sich das Erste Konzil von Nizäa zum 1700. Mal gejährt. In der Liturgie vieler Kirchen kommt das in Nizäa grundgelegte und später auf dem Ersten Konzil von Konstantinopel 381 beschlossene Glaubensbekenntnis vor. Für diejenigen, die heute Liturgie mitfeiern, mag der Text aber in Manchem fremd anmuten, klingen wie ein Echo der Vergangenheit – und dennoch: Hier werden die zentralen Geheimnisse unseres Glaubens formuliert, im Gottesdienst gemeinsam ausgedrückt und bezeugt. Die Fortbildung fragt danach, was die Formulierung dieses Bekenntnisses eigentlich damals motiviert hat, und will herausarbeiten, dass es vor allem um die Verständigung darüber ging, wie die Beziehung zu Jesus Christus lebensrelevant sein kann – auch über den Tod hinaus. Und wir wollen miteinander überlegen, wie sich solche existentiellen Suchbewegungen in heutiger Pastoral und Liturgie gestalten lassen.

 Auch ganz andere „Relikte“ aus der Vergangenheit prägen unsere Gegenwart liturgischer Feiern, und es gibt sie in den vielfältigsten Formen: Dinge, die etwas sind, was Glaubende – wörtlich übertragen – „zurückgelassen“ haben – ein Überrest beispielsweise ihrer Körper oder ihres persönlichen Besitzes. Vor allem in unserer katholischen Tradition hat die Verehrung solcher Reliquien nach wie vor große Bedeutung, ist aber für viele Menschen auch eher sperrig oder wird als „gestrig“ abgelehnt. Zugleich gibt es in unserer Gesellschaft eine große Sehnsucht nach Möglichkeiten, „direkt“ mit dem in Berührung zu kommen, was über diese Welt hinausführt. Das Modul nähert sich anhand von Formen lokaler und regionaler Beispiele von Reliquien den Herausforderungen an, die sich vor diesem Hintergrund für die Pastoral stellen. Dazu wird es historisch-praktische Impulse geben und Erläuterungen dazu, wie mit Reliquien angemessen umzugehen ist.

 

Es handelt sich um das dritte Modul (digital) des ersten dreiteiligen Fortbildungszyklus für pastorales Personal im Jahr 2026. 

Bitte melden Sie sich für die weiteren Module separat an!

Zwei weitere Termine (Modul 1 als Videokonferenz und Modul 2 im Tagungshaus Kloster Heiligkreuztal) finden Sie hier: Modul 1: 26020, Modul 2: 26021

Die Module hängen inhaltlich zusammen, können aber auch einzeln besucht werden.

 

Weitere Infos finden Sie im Flyer

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