Katholisch: global – lokal. Liturgie gestalten und feiern im Spannungsbogen von lebensweltlicher Einbindung und weltweiter Vernetzung
Anmeldeschluss: 25.03.2026
Am Münster 7, 88499 Altheim-Heiligkreuztal
Prof. Dr. Stephan Winter, Professor für Liturgiewissenschaft, Tübingen;
Meinrad Walter, Musikwissenschaftler, Theologe und Kirchenmusiker, Freiburg im Breisgau
Am Münster 7, 88499 Altheim-Heiligkreuztal
| = | Teilnahmegebühr: | 0 € Die Teilnahmegebühr ergibt sich aus der Anrechnung eines diözesanen Zuschusses auf Kursgebühr und Übernachtung sowie Verpflegung. Pastorales Personal könnte Förderantrag stellen. |
Pastorales Personal aller Berufsgruppen (Priester, Diakone, PR, GR)
Modul 2: katholisch: global – lokal. Liturgien 'segensreich' und musikalisch lebendig gestalten
Bei jeder Liturgie stehen diejenigen, die mitfeiern, in vielfältigen Beziehungen: untereinander, in die verschiedenen Lebenswelten hinein, zu allem Lebendigen – und dabei vor allem zu den Gliedern der Schöpfung, die leiden und marginalisiert sind. Konkrete Gottesdienstgemeinschaft weiß sich dabei zudem eingebunden in die gesamte Kirche: in die auf Erden und in die Kirche des Himmels. Viele Bezüge spielen jeweils eine Rolle, wenngleich nicht immer alle in derselben Ausdrücklichkeit und Intensität.
Kurz: Katholisch – umfassend offen und mit einem Blick für das Ganze – Liturgie zu feiern, steht letztlich immer in einer Spannung von Globalität und Lokalität. In unserer Tradition bildet sich das in der offiziellen Liturgie auch dadurch ab, dass es Rahmensetzungen für verschiedene Ebenen gibt, die es aber wiederum je neu auszufüllen gilt.
Vor Kurzem ist ein Ergänzungsband (Lektionar) für die Eigenfeiern der Diözese erschienen. Das ist der Anlass, sich in diesem Fortbildungszyklus damit auseinanderzusetzen und darüber auszutauschen, wie sich in der Pastoral bei der Vorbereitung und Gestaltung von Liturgien genau hinschauen und „hinspüren“ lässt, aus welcher Motivation heraus „katholisch“ gefeiert werden soll: mal vielleicht eher global, mal lokal orientiert; mal stärker anhand ganz konkreter, aktueller Bedürfnisse, mal eher mit weiteren oder gar ganz weiten Horizonten, in die uns die biblische Botschaft (auch) hineinstellt. Und vielleicht besteht die Kunst ja genau darin, anhand des uns besonders Nahen das „große Ganze“ einzuspielen und tröstlich wirken zu lassen.
Im Modul 2 der Fortbildung werden Dr. Christoph Freilinger vom Österreichischen Liturgischen Institut, Prof. Dr. Meinrad Walter aus Freiburg i. Br. sowie Prof. Dr. Stephan Winter aus Tübingen referieren:
Biblisch begründete Liturgie versteht die Beziehung von Gott und Menschen als wechselseitigen Austausch von Lobpreis und Segen. Das liturgische Buch Benediktionale stellt für die konkrete Feier dieses „Lebensaustausches“ eine Fülle an Formularen zur Verfügung: so unter anderem im Blick auf Personen, Situationen, Sachen, die für menschliche Lebenswege wichtig sind.
Dieses Benediktionale wird für das deutsche Sprachgebiet derzeit grundlegend überarbeitet und erweitert. Dr. Christoph Freilinger vom Österreichischen Liturgischen Institut wird Einblick in diesen spannenden Prozess geben und mit uns anhand ausgewählter Beispiele Möglichkeiten für 'segensreiche' Gottesdienste erarbeiten und reflektieren.
Dafür, dass Gottesdienste Menschen in ihren Lebenszusammenhängen wirklich erreichen und 'be-treffen', ist Musik ganz entscheidend. Der Regionalteil des GOTTESLOB bietet dafür aus der Tradition der beteiligten (Erz-)Diözesen heraus eine Fülle spannendes Material, das gemeinsam mit Prof. Dr. Meinrad Walter, vormals Leiter der Arbeitsstelle Musik, Liturgie und Kultur, Universität Freiburg i. Br., als erfahrenem Kirchenmusiker erschlossen wird.
Es handelt sich um das zweite Modul (Präsenz) des ersten dreiteiligen Fortbildungszyklus für pastorales Personal im Jahr 2026, das im Tagungshaus Kloster Heiligkreuztal stattfinden wird.
Bitte melden Sie sich für die weiteren Module separat an!
Zwei weitere Termine (Module 1 und 3 als Videokonferenz) finden Sie hier: Modul 1: 26020, Modul 3: 26022
Die Module hängen inhaltlich zusammen, können aber auch einzeln besucht werden.
Weitere Infos finden Sie im Flyer